Regulierungen im Krypto-Glücksspiel: Wichtige Neuerungen auf einen Blick

Regulierungen im Krypto-Glücksspiel1

In den letzten Monaten haben mehrere europäische Länder ihre gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Krypto-Glücksspiel überarbeitet. Auch jenseits der europäischen Grenzen gab es bedeutende Entwicklungen, die den globalen Trend widerspiegeln, Kryptowährungen im Glücksspielsektor klarer zu regulieren. Einige der wichtigsten Neuerungen fassen wir in diesem Beitrag zusammen.

Frankreich: Einführung des „Jonum-Regimes“ für Kryptospiele

Frankreich hat das sogenannte „Jonum-Regime“ eingeführt. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Regulierungsrahmen für Videospiele, die Non-Fungible Tokens (NFTs) und kryptobasierte Monetarisierungsstrategien nutzen. Das Gesetz (auch als „Sorare-Gesetz“ bekannt) zielt darauf ab, Innovationen zu fördern und gleichzeitig den Spielerschutz zu gewährleisten. Es definiert erstmals den Begriff „Jonum“ und unterscheidet Kryptospiele von traditionellen Videospielen und Glücksspielen. Die Überwachung der Einhaltung übernimmt die französische Glücksspielbehörde Autorité Nationale des Jeux (ANJ). Vorgesehen sind Maßnahmen wie Altersverifikation und Identitätsprüfungen. 

Belgien: Strengere Glücksspielgesetze und Auswirkungen auf Krypto-Casinos

Belgien hat im vergangenen Jahr seine Glücksspielgesetze verschärft. Zu den Maßnahmen gehören einheitliche Altersgrenzen von 21 Jahren für alle Glücksspielarten sowie ein umfassendes Verbot von Glücksspielwerbung. Von den Änderungen sind auch Anbieter von Krypto-Casino-Spielen betroffen.Die strikten Regelungen haben dazu geführt, dass viele belgische Spieler auf Offshore-Bitcoin-Casinos ausweichen, um den neuen Vorschriften zu entgehen. Derartige Plattformen bieten ein Plus an Anonymität sowie eine breitere Auswahl an Spielen. 

Finnland: Beendigung des Glücksspielmonopols geplant

Finnland plant, das bestehende Glücksspielmonopol des staatlichen Anbieters Veikkaus bis 2026 zu beenden. Ab diesem Zeitpunkt sollen sowohl der stationäre als auch der Online-Markt für internationale Glücksspielanbieter geöffnet werden, die Lizenzen für Sportwetten und Online-Casinos beantragen können. Veikkaus behält jedoch das exklusive Recht auf Lotterien, stationäre Casinos und Spielautomaten.

Irland: Aktualisierung des Glücksspielgesetzes

Irland hat vor wenigen Monaten ein veraltetes Glücksspielgesetz aus dem Jahr 1956 aktualisiert. Die Reform sieht die Gründung einer eigenständigen Glücksspielbehörde vor, die sich auf die Lizenzvergabe konzentrieren und die Einhaltung der Regeln überwachen soll. Bei Verstößen können Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro oder 10 % der Bruttospielerträge verhängt werden. Die noch zu gründende Glücksspielbehörde wird auch den irischen Krypto-Casino-Sektor regulieren.

Niederlande: Einführung von Verlustgrenzen

In den Niederlanden wurden zum 1. Oktober 2024 gesetzliche Verlustgrenzen für Online-Glücksspielbetreiber eingeführt. Die Spieler dürfen maximal 700 Euro pro Monat verlieren, während für jüngere Nutzer im Alter von 18 bis 25 Jahren eine niedrigere Grenze von 300 Euro gilt. Dies betrifft jedoch nur Casinos mit Sitz in den Niederlanden. In Krytocasinos mit Sitz im Ausland existieren weder Verlustgrenzen noch Altersvorgaben.

Europäische Union: Einführung der MiCA-Verordnung

Die Europäische Union hat die Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) verabschiedet, die ab dem 30. Dezember 2024 in Kraft trat. Diese Verordnung zielt darauf ab, einen einheitlichen Rechtsrahmen für Krypto-Assets in Europa zu schaffen, den Wettbewerb zu fördern und ein hohes Maß an Verbraucherschutz sowie Marktintegrität zu gewährleisten. Ein zentrales Ziel der MiCA-Verordnung ist es, Geldwäsche und Terrorfinanzierung zu erschweren, indem Transfers digitaler Vermögenswerte besser nachverfolgt werden können.

Die neuen Regulierungen betreffen die Krypto-Glücksspielbranche insofern, als lizenzierte Anbieter künftig strengere Anforderungen in Bezug auf Transparenz, Identitätsprüfung und Geldwäscheprävention erfüllen müssen. Die Betreiber von Krypto-Casinos müssen gewährleisten, dass alle Transaktionen nachvollziehbar sind und den europäischen Standards zur Bekämpfung illegaler Finanzströme entsprechen. 

SAFE Bet Act: Landesweite Selbstsperrliste in den Vereinigten Staaten angekündigt

Am 10. März 2025 kündigten die beiden US-Kongressabgeordneten Paul Tonko und Senator Richard Blumenthal eine Pressekonferenz an, um den „Supporting Affordability and Fairness with Every Bet Act“ (SAFE Bet Act) erneut einzuführen. Dieser Bundesrahmen für digitales Sportwetten umfasst unter anderem die Einführung einer landesweiten Selbstsperrliste. Um legale Sportwetten anbieten zu dürfen, sollen die Bundesstaaten demnächst eine Genehmigung des US-Generalstaatsanwalts einholen.

Zudem soll der Surgeon General einen Bericht über die gesundheitlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit Sportwetten erstellen. Der Surgeon General ist als oberster Gesundheitsbeamter der USA für die öffentliche Gesundheitspolitik und die Kommunikation von Gesundheitsrisiken verantwortlich.  

Thailand: Premierminister befürwortet Legalisierung von Online-Glücksspiel und Kryptowährungen

Thailand: Der ehemalige Premierminister Thaksin Shinawatra sprach sich für die Legalisierung von Online-Glücksspiel und Kryptowährungen aus. Er schätzt, dass die Legalisierung jährliche Staatseinnahmen von bis zu 100 Milliarden Baht (ca. 2,89 Milliarden US-Dollar) generieren könnte. Trotz der weit verbreiteten Popularität des Glücksspiels in Thailand bleibt der Besuch von Online-Casinos in dem südostasiatischen Land weitgehend illegal. 

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David Raczinski

David Raczinski ist seit 2016 in der Glücksspielindustrie tätig. In dieser Zeit arbeitete er als Textautor und Übersetzer für andere bedeutende Gambling-Portale. Bei casinokrypto.com präsentiert er regelmäßig aktuelle Neuigkeiten aus dem Krypto-Bereich. Seine umfangreichen Ratgeber helfen den Lesern, sich in der Welt des Krypto-Glücksspiels sicher zu bewegen.